Trekking Test – Vorbereitungstour nach Michendorf

Dieses mal habe ich in Vorbereitung eine Tour mit ca. 20kg Marschgepäck gemacht. Ziel der Trekkingtour war, herauszufinden ob ich fit, das Schuhwerk eingelaufen und der Rucksack als Daypack geeignet ist. Vorab schon mal, fit… hmm… kommt hin, also der Muskelkater hält sich in Grenzen. Der Bremsfaktor ist mein vermeintlich geeignetes Schuhwerk. Bei Deichmann für einen schmalen Taler gekauft, gut eingelaufen, aber leider nicht Langstrecken geeignet. 🙁
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Die Stiefel sind gutes Schuhwerk für kleinere Wanderungen oder als Arbeitsschuh für feuchte Umgebung, denn man kann auch mal in Pfützen treten oder auch kurzfristig bis zum Knöchel im Wasser stehen, beim Trinkflasche füllen. Das Ganze dann auch ohne gleich nasse Füße zu bekommen. Mit Marschgepäck auf dem Rücken und eine längere Strecke als ca. 10 km würde ich sie allerdings eher weniger empfehlen. Zu Mindest nicht, wenn man kein Paar dicke dämpfende Einlegesohlen sein Eigen nennt. Als Socken hatte ich normale Baumwolle- Synthetik Mischsocken an. Daran sollte es meines Erachtens also auch nicht liegen.

Am Anfang des Rückweges haben die Kumpels dann angefangen zu drücken. Das Drücken wurde dann von Schritt zu Schritt immer mehr, bis es sich auf den anderen Fuß ausgeweitet hat. Das Ende vom Lied war, dass ich für den Rückweg 2 Std. 40 Min. gebraucht hab und für den Hinweg nur 1 Std. 45 Min. Es wurde gegen Ende so schlimm, dass meine Schritte nur noch Fußlänge hatten und ich überlegt hab barfuß zu gehen ^^

Für meine kleine Survivaltour haben sie sich super gemacht, weil man in ihn nicht umknicken kann und man allgemein guten Halt hat. Super geeignet haben sie sich auch fürs Paintball spielen. Sowohl optisch als auch funktionell machen sie für den Preis definitiv was her, aber für lange Strecken sind sie einfach zu schwer und zu hart. Wenn ihr eine ernsthafte längere Tour vor euch habt, dann Spart euch die Schmerzen und holt euch was vernünftiges. Wenn ich meine neuen habe, werde ich darüber natürlich auch noch einen kleinen Test veröffentlichen. 😉

Zu dem Daypack Rucksack von Jansport, welcher augenscheinlich erst mal recht vernünftig wirkt. Er ist an den Trägern gut gepolstert und hat für seine Größe auch ein ganz stattliches Volumen. Wenn das Volumen allerdings mit gewichtsintensiven Sachen befüllt wird, dann ist er für längere Strecken allerdings auch eher ungeeignet. Die Polsterung ist einfach nicht für schwere Sachen ausgelegt.

In diesem Fall war er wirklich randvoll mit Wasserflaschen und dem kompletten Survivalkit, was auf einer Trekkintour auch mit dabei wär. Es hat mir, da ich ja rausfinden wollte, ob ich fit genug bin, als Gewicht gedient. Wenn ich das gute Stück auch nur mit Verpflegung und Wasser gefüllt hätte, dann wär er auch echt super gewesen.
Auch hier werde ich mir aber in nicht allzu ferner Zukunft alternativen organisieren und sie genau unter die Lupe nehmen 🙂

Zu meiner Eigentlichen Tour…
Gestartet bin ich wie immer am Potsdammer Hauptbahnhof. Dann ging es weiter an der B2, welche am Brauhausberg Richtung Michendorf zwar eine Einbahnstraße ist, aber das ist ja als Füßling nicht so wichtig. Die Baustelle bestaunt, welche aktuell aus der alten Schlachterei geworden ist und weiter auf der B2 Richtung Michendorf.

Oben auf der eigentlichen Landstraße angekommen ging es erst mal ordentlich bergauf, was sich als Füßling ganz schön hinzieht, wenn man da schnellen Schrittes hochrammelt. Vorbei an der russischen Kriegsgräberstätte (auch nachts echt suuper). Von Potsdam aus, nach dem Friedhof, kann man parallel zum Radweg auch ganz toll den Reiterweg benutzen, was ich gemacht hab um unberührtes Gelände für meine Fitness zu simulieren.

Der Reiterweg zieht sich ab hier auch die ganze Strecke bis nach Michendorf durch, was sich auch echt gut macht. Auf der Brücke über die Bahnanlage habe ich dann mein erstes kleines Päuschen eingelegt. Verbunden habe ich das Ganze dann auch noch mit einem kurzen überfliegen der Örtlichkeiten, denn irgendwo dort befindet sich auch ein Cache 🙂

Da ich aber in erster Linie eher die benötigte Zeit für die Strecke ermitteln wollte, habe ich mir den Cache eigentlich für den Rückweg aufgehoben.
Dazu sollte es letztendlich aber nicht mehr kommen ^^ Angekommen in Michendorf hab ich dann eine Runde bei der Familie gedreht und mich bei einem Besuch bei Omma auf den Rückweg gemacht.

Omma hat mich natürlich wie immer, mit allerhand Gedönz beladen, sodass ich für den Rückweg fast das doppelte an Gepäck hatte. Ich habe es im laufen allerdings ganz gut versucht zu dezimieren indem ich die Bananen und Kekse gefuttert und den Saft getrunken hab. Ich hatte schließlich auch noch nichts gegessen 😀
Den Heimweg habe ich dann auf Grund der immer mehr schmerzenden Füße und des dadurch immer langsamer werdenden Tempos nicht mehr im Hellen geschafft. Dadurch habe ich dann auch nicht mehr den Cache auf der Bahnbrücke gemacht, da ich nur noch nach Hause wollte.

Im Allgemeinen eignet sich die Strecke ganz gut zum Kilometer schruppen, aber wenn man nicht gerade parallel im Wald läuft, hat man eher mehr Verkehr als Natur um sich herum. Daher werde ich bei einer der nächsten Touren dann mal einen der Waldwege ausprobieren und euch auch das dann berichten.

Résumé der Tour ist, dass ich mir vor der nächsten vergleichbar langen Trainingseinheit erst mal geeignetes Schuhwerk besorge und es dann aufs Neue angehe. Ich bin gespannt wie es sich dann macht und vor Allem, was die Zeit dann sagt 🙂

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